31.12.2015

Todesurteile in Bangladesch

 

In Bangladesch sind zwei Menschen wegen der Ermordung eines säkularen Bloggers zum Tod verurteilt worden. Das Gericht befand alle acht Angeklagten im Fall des Bloggers Ahmed Rajib Haider schuldig und verurteilte zwei Studenten zum Tod, wie Staatsanwalt Mahbubur Rahman am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Ermordung des säkularen Bloggers hatte 2013 für Empörung gesorgt. Seitdem wurden in dem südasiatischen Land mehrere weitere Blogger ermordet, die sich kritisch über den Islam geäußert hatten. Haider hatte sich dafür eingesetzt, die islamistische Partei Jamaat-e-Islami zu verbieten, die gegen die Unabhängigkeit Bangladeschs von Pakistan 1971 war. Der Vater des getöteten Bloggers lehnte das Urteil ab. Seiner Ansicht nach hätten alle Angeklagten die Todesstrafe verdient.

 

Weitere Informationen:

Todesstrafe wegen Tötung von Blogger

29.12.2015

Enthauptung in Saudi-Arabien

 

In Saudi-Arabien wurde am Dienstag ein philippinscher Staatsbürger mit dem Schwert enthauptet. Der 35-jährige Joselito Lidasan Zapanta war von einem Gericht in Riad des Raubmordes für schuldig befunden und zum Tod verurteilt worden. Die sudanesische Opferfamilie hätte eine Million Dollar Blutgeld akzeptiert, weil aber nur knapp die Hälfte durch die Täterfamilie und die philippnische Regierung aufgebracht werden konnte, verweigerte die Opferfamilie eine Fristverlängerung und bestand auf der Hinrichtung.

29.12.2015

Vier weitere Hinrichtungen in Pakistan

 

In Pakistan sind vier von Militärgerichten zum Tod verurteilte Männer gehängt worden. Sie hätten unter anderem Selbstmordattentäter unterstützt und tödliche Angriffe auf Soldaten verübt, sagte ein ranghoher Sicherheitsbeamter. Details zu den konkret begangenen Taten wurden nicht genannt. Die Männer waren bereits im April verurteilt worden. Die Hinrichtungen fanden in einem Gefängnis in der nordwestlichen Garnisonsstadt Kohat statt. Nach Angaben eines Gefängnismitarbeiters wurden die Leichen anschließend den Angehörigen übergeben. Nach einem sechsjährigen Moratorium hatte Pakistan die Vollstreckung der Todesstrafe wieder aufgenommen. Hintergrund ist ein Anschlag der radikalislamischen Taliban auf eine vom Militär betriebene Schule in Peshawar, bei dem im Dezember 2014 mehr als 130 Schulkinder getötet worden waren. Als Reaktion auf den Anschlag waren im Januar auch Militärgerichte eingerichtet worden, denen es nach Angaben internationaler und örtlicher Menschenrechtsgruppen an Standards für faire Prozesse sowie an Transparenz mangelt.

26.12.2015

Hinrichtungswelle in Iran geht unvermindert weiter

 

Drei Häftlinge namens Behrouz Amiri, Rahman Kazemzadeh und Ali Hassanvand sollen am Samstag wegen Drogendelikten im Gefängnis von Khorramabad gehängt worden sein. Darüber hinaus seien am Dienstag und am Donnerstag je acht Gefangene in der Haftanstalt von Qazvin hingerichtet worden sowie am Mittwoch fünf Häftlinge in Kerman und zwei in Karaj. Am Montag wurde ein Häftling in Qazvin und einer in Amol im jeweiligen Gefängnis gehängt. Schon am 19. Dezember sollen im Gefängnis von Zahedan zwei Todesurteile vollstreckt worden sein. Und am 20. Dezember seien wenigstens sieben Todesurteile exekutiert worden, davon zwei öffentlich in Shiraz wegen bewaffneten Raubes. Am 16. Dezember wurde entsprechenden Berichten zufolge ein Häftling im Gefängnis von Kerman wegen Mordes gehängt.

 

Weitere Informationen:

8 Hanged On Christmas Eve in Northern Iran; 26 Hanged between Dec. 22 and 24

Iran: Ten Hanged in Northern Iran; Young Death Row Prisoner Commits Suicide

2 Hanged in Southern Iran; 7 Hanged in 1 Day, 2 in Public; Inmate Hanged in Kerman

24.12.2015

Thailand: Todesurteile für Mord an britischem Paar

 

Wegen des Mordes an zwei jungen britischen Urlaubern in Thailand hat ein Gericht in dem südostasiatischen Land zwei Männer aus dem benachbarten Myanmar zum Tod verurteilt. Die Gastarbeiter seien der Vergewaltigung und des Mordes schuldig, urteilte das Gericht. Die Männer bestreiten die Taten. Die nackten Leichen der Opfer, einer 23-jährigen Frau und eines 24-jährigen Mannes, waren Mitte September vergangenen Jahres an einem Strand der Insel Koh Tao im Süden Thailands gefunden worden. Sie wiesen schwere Kopfverletzungen auf. Der Prozess gegen die beiden Gastarbeiter aus Myanmar war geprägt von Vorwürfen, die Ermittlungsbehörden hätten unsauber gearbeitet. Den Ermittlern wurde vorgeworfen, DNA-Proben nicht sorgfältig genug genommen zu haben und Beweisstücke, wie etwa die Kleidung der jungen Frau, nicht untersucht zu haben. Die Verteidigung hatte immer wieder erklärt, die beiden Einwanderer dienten der unter Aufklärungsdruck stehenden Polizei lediglich als Sündenböcke. Laut Polizei gestanden die Männer die Tat. Später widerriefen sie allerdings ihre Aussagen. Den Angaben der Verteidiger zufolge kamen die Geständnisse unter Folter zustande.

 

Weitere Informationen:

Thailändisches Todesurteil sorgt für Empörung

22.12.2015

Sieben Todesurteile in Indien für Vergewaltigung und Mord

 

Wegen der Vergewaltigung und Ermordung einer psychisch kranken Nepalesin sind sieben indische Männer zum Tod verurteilt worden. Sie hatten die 28-Jährige nach Überzeugung des Gerichts im Februar diesen Jahres gequält und dann in einem Feld liegen gelassen. Ein weiterer mutmaßlicher Täter sei während der Tat noch nicht volljährig gewesen und müsse sich vor einem Jugendgericht verantworten, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Einer der Festgenommenen sei erhängt gefunden worden. Gegen das Urteil vom Montag können noch Rechtsmittel eingelegt werden. Zahlreiche indische Medien verglichen den Fall mit der Vergewaltigung einer indischen Studentin in einem Bus in Neu-Delhi vor drei Jahren. Dieses grausame Verbrechen hatte das Land erschüttert und zahlreiche Proteste gegen Gewalt gegenüber Frauen ausgelöst. Auch damals starb das Opfer an seinen schweren inneren Verletzungen durch die Tat.

20.12.2015

Nigeria: 66 Todesurteile in Haftstrafen umgewandelt

 

Die nigerianische Armee sieht von der Vollstreckung von Todesurteilen gegen 66 wegen Meuterei verurteilter Soldaten ab. Ihre Strafe sei nun in zehn Jahre Haft umgewandelt worden, gab Armeechef Tukur Buratai am Samstag bekannt. Dem Justizministerium zufolge hatte er vor seinem Beschluss eine Prüfung des geheimen Militärverfahrens befohlen, das im vergangenen Jahr unter seinem Vorgänger gegen die Soldaten angestrengt worden war. Diese hatten gemeutert, als sie gegen ihren Willen nachts eine gefährliche Straße befahren sollten. Zuvor waren in der Region Dutzende ihrer Kameraden bei einer aus dem Hinterhalt erfolgten Attacke der Terrorgruppe Boko Haram umgebracht worden. Den Soldaten wurde zudem versuchter Mord an ihrem Kommandeur zur Last gelegt. Für die mutmaßlichen Vergehen sollten die Truppenmitglieder ursprünglich durch ein Erschießungskommando hingerichtet werden. Hunderte Soldaten in Nigeria sind schon desertiert. Die Fahnenflucht begründen sie mit mangelhafter Ausrüstung für den Kampf gegen Boko Haram.

18.12.2015

Zwei Todesurteile in Japan vollstreckt

 

In Japan sind erneut zwei zum Tod verurteilte Mörder gehängt worden. Das gab das Justizministerium in Tokio am Freitag nach der Vollstreckung der Urteile bekannt. Bei einem der beiden Gehängten handelte es sich um einen 63-Jährigen. Er hatte 2009 seinen Vermieter sowie dessen Bruder und Frau in einer Wohnung in der Stadt Kawasaki getötet. Mit ihm wurde erstmals ein Häftling exekutiert, der im Zuge eines 2009 eingeführten Laiengerichtsverfahrens zum Tod verurteilt worden war. Bei dem zweiten Gehängten handelte es sich laut japanischen Medienberichten um einen 39-Jährigen, der 2006 eine 52 Jahre alte Büroangestellte sowie ihre 24-jährige Tochter umgebracht hatte. Japan, die drittgrößte Wirtschaftsnation der Welt, gehört zu den wenigen Industrieländern, die noch immer an der Todesstrafe festhalten. Menschenrechtsaktivisten prangern seit Jahren den Umgang mit der Todesstrafe sowie die Haftbedingungen in Japan an. Seit dem Amtsantritt des konservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe Ende 2012 wurden 14 hingerichtet. Seit dem Einsatz der Laienrichter wurden laut dem Rundfunksender NHK 29 Menschen zum Tod verurteilt.

18.12.2015

75 Prozent fragwürdige Hinrichtungen in den USA

 

Laut einem aktuellen Bericht des Charles Hamilton Houston Institute for Race and Justice an der Harvard Universität zeige eine Untersuchung der 2015 in den USA vollstreckten 28 Todesurteile, wie kaputt das Justizsystem der USA sei. Denn bei drei Vierteln dieser 28 Todeskandidaten habe es sich um Fälle gehandelt, in denen entweder eine Behinderung oder ein Trauma wegen Missbrauchs in der Kindheit vorgelegen habe, oder es habe sich um Fälle gehandelt, in denen die Schuldfrage zweifelhaft war. So soll bei sieben der 28 Gefangenen eine ernste intellektuelle Beeinträchtigung oder ein Hirnschaden vorgelegen haben. Weitere sieben Häftlinge litten an ernsten psychischen Störungen, fünf hatten massive Traumata aufgrund von Missbrauchs in ihrer Kindheit. In zwei Fällen gab es deutliche Zweifel an der Schuld der Todeskandidaten, so der Bericht.

16.12.2015

Todesstrafe in den USA auf dem Rückzug

 

Seit Jahren geht die Anwendung der Todesstrafe in den USA zurück, sowohl was die Zahl der Hinrichtungen angeht, als auch bei der Häufigkeit neuer Todesurteile. 2015 war der Rückgang jedoch besonders ausgeprägt. Landesweit fanden 28 Hinrichtungen statt, ein Fünftel weniger als im Vorjahr. Damit wurden so wenige Todesurteile vollstreckt wie seit 1991 nicht mehr. Dies meldete das Death Penalty Information Center in einem neuen Bericht. Auffallend in der Statistik ist dabei, dass Hinrichtungen in den USA immer mehr zu einem geografisch isolierten Phänomen werden: Nur noch in sechs von fünfzig Gliedstaaten kam es 2015 zur Exekution von Verurteilten, wobei fast die Hälfte der Fälle auf Texas entfielen. Auch bei der Zahl der neuen Urteile ist der Abwärtstrend markant. Nachdem schon im vergangenen Jahr ein neuer Tiefpunkt erreicht worden war, sind nun im laufenden Jahr nochmals ein Drittel weniger Todesurteile verhängt worden. Bis Mitte Dezember waren es 49 Urteile, während die Gerichte in den neunziger Jahren noch bis zu 315 Menschen pro Jahr zum Tod verurteilt hatten. Das Death Penalty Information Center verweist ferner auf einen Wandel im Meinungsbild. Die Befürworter der Todesstrafe sind tendenziell auf dem Rückzug. Fanden vor zwanzig Jahren noch vier von fünf Amerikanern die Todesstrafe für Mörder richtig, sind es heute  noch 56 Prozent.

 

Weitere Informationen:

The Death Penalty in 2015: Year End Report

16.12.2015

Weitere Hinrichtung in Saudi-Arabien

 

Saudi-Arabien hat am Dienstag das 151. Todesurteil in 2015 vollstreckt. Der saudische Staatsbürger Sultan al-Dosari wurde in der östlichen Provinz Ihsa hingerichtet, weil er einen Mann erstochen haben soll. Die Zahl der Hinrichtungen in Saudi-Arabien war seit 20 Jahren nicht mehr so hoch. Üblicherweise werden die Todesurteile per Enthauptung mit dem Schwert vollzogen.

16.12.2015

Wieder öffentliche Hinrichtungen im Iran

 

Am Montag wurde in Noshahr im Norden Irans ein Häftling öffentlich wegen Mordes gehängt. Der junge Mann namens Milad Khodavardi wurde 2012 verhaftet und für schuldig befunden, eine Frau getötet zu haben. Er soll zur Tatzeit noch keine 18 Jahre alt gewesen sein. Internationales Recht verbietet die Exekution von minderjährigen Straftätern. Bereits am Mittwoch zuvor wurde entsprechenden Berichten zufolge ein Gefangener in Mamasani öffentlich wegen Vergewaltigung gehängt. Sein Name ist nicht bekannt; er soll 21 Jahre alt gewesen sein. Am Sonntag, 6. Dezember, soll ein Häftling namens Hossein Neybandani (31) wegen Drogendelikten im Gefängnis von Gorgan hingerichtet worden sein. Der Iran vollstreckt nach China die meisten Todesurteile weltweit, in 2015 vermutlich über 1.000.

 

Weitere Informationen:

A Prisoner Hanged for Drug Offenses, Another Prisoner Hanged in Public

15.12.2015

Pakistan richtet acht Mörder hin

 

Acht Todesurteile wurden in mehreren Gefängnissen in der pakistanischen Provinz Punjab vollstreckt, wie das Innenministerium mitteilte. Nach einem Angriff pakistanischer Taliban vor genau einem Jahr auf eine von der Armee betriebene Schule in Peschawar mit mehr als 150 Toten, darunter größtenteils Kinder, hatte Pakistan ein sechs Jahre währendes Moratorium über die Todesstrafe aufgehoben. Seitdem sind mehr als 300 Menschen in Pakistan hingerichtet worden. Das Land rangiert damit nach China und dem Iran an dritter Stelle der Länder mit den meisten Exekutionen. Nur um die zehn Prozent der seit Jahresbeginn hingerichteten Menschen sind aber Terroristen. Vor zwei Wochen hatten die pakistanischen Behörden erstmals vier an dem Schulmassaker Beteiligte exekutiert. Nach Angaben des Innenministeriums sitzen rund 7000 zum Tod verurteilte Menschen in pakistanischen Gefängnissen, fast ein Drittel von ihnen wegen Terrorvorwürfen.

 

Weitere Informationen:

Pakistan: Three executions

Juvenile reportedly executed in Pakistan

14.12.2015

Studentenmörder in China hingerichtet

 

Ein ehemaliger Medizinstudent der Fudan-Universität in Shanghai ist am Freitag hingerichtet worden. Der 28-jährige Lin Senhao war im Februar 2014 vom Gericht für den Mord an seinem Mitbewohner zum Tod verurteilt worden. Er hatte in den Wasserspender seines Kommilitonen ein tödliches Gift geschüttet. Dieser starb am 16. April 2013 an Leber-, Nieren- und Lungenversagen. In einem Interview, das der Fernsehsenders CCTV am 7. Dezember im Gefängnis in Shanghai führte, sagte Lin, dass er mehr als zwei Jahre Zeit gehabt habe, um über seine Tat nachzudenken. Er bezeichnete sie als einen dummen Fehler. "Für mich ist der Tod eine Möglichkeit, für meine Schuld zu bezahlen. Ich wünsche, dass die Eltern von Huang Yang ihren Groll überwinden und ein gesundes und positives Leben führen können." Er hoffe, dass seine Leiche einem Krankenhaus für die medizinische Forschung gespendet werden könnte. Doch sein Vater sagte, er werde die Asche seines Sohnes lieber in die Heimatstadt Shantou in der Provinz Guangdong rückführen und den Körper nach der Hinrichtung nicht für die Organspende freigeben. China vollstreckt weltweit die meisten Todesurteile, wovon allerdings nur selten Informationen öffentlich werden. Ernstzunehmende Schätzungen sprechen von rund 2.400 Hinrichtungen jährlich.

13.12.2015

Kuwait: Todesurteil wegen Moschee-Attentat bestätigt

 

Ein Berufungsgericht in Kuwait hat die Todesstrafe für den mutmaßlichen Drahtzieher eines tödlichen Bombenanschlags auf eine schiitische Moschee im Juni bestätigt. Das Gericht in Kuwait-Stadt reduzierte indes am Sonntag die gegen einen anderen Hauptverdächtigen verhängte Todesstrafe auf eine Haftstrafe von 15 Jahren. Bei dem Anschlag in der Hauptstadt Kuwait-Stadt waren Ende Juni 26 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt worden. Zu dem Attentat bekannte sich ein örtlicher Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Brian Keith Terrell
Brian Keith Terrell

09.12.2015

Georgia: Brian Keith Terrell hingerichtet


Am späten Dienstagabend - genauer: fast eine Stunde nach Mitternacht des frühen Mittwochmorgens - wurde der 47-jährige Brian Keith Terrell durch den US-Bundesstaat Georgia mittels einer tödlichen Injektion hingerichtet. Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hatte kurz nach 23 Uhr den letzten Berufungsantrag abgelehnt. Dann brauchte die damit beauftragte Krankenschwester rund eine Stunde, um die Injektionsnadeln in Terrells beide Arme zu setzen. Nachdem die Zeugen der Hinrichtung Platz genommen hatten, hob Terrell den Kopf und murmelte: "Ich hab's nicht getan." Er war für schuldig befunden und zum Tod verurteilt worden, weil er 1992 einen 70-jährigen Mann ermordet haben soll. Es handelte sich um einen Freund seiner Mutter, dem er das Scheckbuch gestohlen und den er auf diesem Weg um 8.700 Dollar betrogen hatte. Der Bestohlene wollte von einer Anzeige absehen, wenn Terrell ihm den größten Teil des Geldes zurückgeben würde. Stattdessen soll er den alten Mann hinterrücks überfallen haben. An seinem letzten Tag bekam Terrell nur Besuch vom Pastor seines Heimatortes. Seine Mutter, die an die Unschuld ihres Sohnes glaubt, war nicht anwesend.

08.12.2015

Saudi-Arabien setzt Hinrichtungspraxis fort

 

Am Dienstag wurde in Saudi-Arabien ein pakistanischer Staatsbürger hingerichtet. Der Mann namens Khan Iqbal wurde in Mekka exekutiert, weil er eine große Menge an Heroin ins Land zu schmuggeln versucht hatte. Das Rauschgift war in seinem Darm versteckt. Darüber hinaus wurde ein Saudi namens Haydar al-Ridwan hingerichtet, weil er zwei Landsleute nach einem Streit erschossen hatte. Es waren die 149. und 150. Hinrichtung in Saudi-Arabien in diesem Jahr, so die Zählung der Nachrichtenagentur AFP. Es ist die höchste Zahl jährlicher Exekutionen seit 1995, als 192 Todesurteile vollstreckt wurden. Bereits am Montag wurde ein Saudi namens Hawas al-Shammry wegen der Ermordung seiner Ehefrau hingerichtet. Er hatte seine Frau nach einem Streit erstochen.

08.12.2015

Weitere Hinrichtungen im Iran


Am Sonntag sollen im Iran im Gefängnis von Zahedan drei Männer namens Mohsen Piri, Mohsen Gomshadzehi und Aziz Sarani wegen Mordes gehängt worden sein. Am selben Tag, so die Berichte, sei eine Frau im Gefängnis von Ghazvin hingerichtet worden. Sie war wegen des Mordes an ihrem Ehemann zum Tod verurteilt.

04.12.2015

Mongolei schafft die Todesstrafe ab


In einem historischen Akt hat die Mongolei am Donnerstag die Todesstrafe abgeschafft. Das Parlament stimmte mehrheitlich für einen Gesetzesentwurf, der die ultimative Strafe für keinerlei Verbrechen mehr vorsieht. Das Gesetz wird im September 2016 in Kraft treten. Zuletzt wurde im Jahr 2008 ein Todesurteil in der Mongolei vollstreckt. 2010 hatte Präsident Elbegdorj alle Todesurteile in Haftstrafen umgewandelt und ein Moratorium, einen Hinrichtungsstopp, ausgerufen. Amnesty International bezeichnete die Entscheidung der Mongolei als großen Sieg für die Menschenrechte und hofft, dass sie sich beispielgebend auf andere Staaten Asiens auswirken wird. In diesem Jahr haben bereits Fidschi, Madagaskar und Suriname die Todesstrafe abgeschafft.

03.12.2015

Sudan: 27 Angeklagten droht die Todesstrafe


Im Sudan stehen 27 Muslime vor Gericht und müssen sich wegen "Apostasie", Abfall bzw. Abtrünnigkeit vom Glauben, verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, den Koran als einzige Quelle für legitimen Islam zu verstehen und andere islamische Texte abzulehnen sowie die öffentliche Ordnung gestört zu haben. Sollten sie für schuldig befunden werden, droht den Angeklagten nach dem Gesetz der Scharia, das seit 1983 im Sudan gilt, die Todesstrafe.

03.12.2015

Vier Todesurteile in China für Tod von Minenarbeitern


In China wurden vier Menschen namens Wu Youxin, Chen Xiaoxin, Liu Quanyou und Liu Xianggang zum Tod verurteilt. Sie wurden für schuldig befunden, zwischen 2009 und 2011 drei Minenarbeiter getötet zu haben. Die Todesfälle gaben sie dann als Unfälle in den Kohlebergwerken aus, um hohe Versicherungssummen zu kassieren. Es handelt sich nicht um einen Einzelfall. Erst im Juli wurden Todesurteile gegen fünf Häftlinge bestätigt, die vier Minenarbeiter eines Kohlebergwerks getötet und für angebliche Unfälle Entschädigungen kassiert hatten. In China werden jährlich die meisten Todesurteile vollstreckt; genaue Angaben gibt es nicht, aber ernstzunehmende Schätzungen gehen von ca. 2.400 Exekutionen im Jahr aus.

02.12.2015

Pakistan richtet vier Terroristen hin


In Pakistan sind am Mittwoch die ersten Todesurteile im Zusammenhang mit der Terrorattacke auf die Schule in Peschawar im vergangenen Dezember vollstreckt worden. Vier Angehörige der Taliban namens Maulvi Abdus Salam, Hazrat Ali, Mujeeb ur Rehman und Sabeel waren für schuldig befunden worden, die Täter mit finanziellen Mitteln, Tranportmitteln und auf weitere Weise unterstützt zu haben, die für den Anschlag verantwortlich waren, bei dem über 150 Menschen, hauptsächlich Schüler, ums Leben kamen. Die vier Männer wurden im Gefängnis von Kohat hingerichtet. Pakistan hat nach dem Terrorakt in Peschawar ein mehrere Jahre andauerndes Moratorium beendet und seit dem Anschlag letzten Dezember rund 300 Todesurteile vollstreckt.

01.12.2015

Colorado: Abtreibungsgegner droht die Todesstrafe

 

Nach den tödlichen Schüssen in einer Abtreibungsklinik in Colorado in den USA droht dem mutmaßlichen Täter die Todesstrafe. Der Mann hatte bei dem Angriff am Freitag drei Menschen getötet, neun weitere wurden verletzt. "Der anfängliche Vorwurf lautet auf Mord", sagte Richter Gilbert Martinez bei der ersten Gerichtsanhörung, zu der der 57-jährige Verdächtige von einer Haftanstalt aus per Video zugeschaltet war. Dem mutmaßlichen Täter Robert Lewis Dear drohe "mindestens lebenslange Haft", im schlimmsten Fall auch die Todesstrafe, fügte der Richter hinzu. Es wird davon ausgegangen, dass der mutmaßliche Schütze ein vehementer Gegner von Abtreibungen ist.

 

Weitere Informationen:

Tödliche Schüsse in Frauenklinik - Schütze bekennt sich zur Tat

Nachrichten des Vormonats finden Sie im Archiv: November 2015