Robert Thompson20.11.2009
Texas: Robert Thompson trotz Gnadenempfehlung hingerichtet
Obwohl der Gnadenausschuss mit 5 zu 2 Stimmen die Umwandlung des Todesurteils empfohlen hatte, bestand der texanische Gouverneur Rick Perry auf der Vollstreckung und ließ Robert Lee Thompson am gestrigen Abend durch eine tödliche Injektion hinrichten. Der Gnadenausschuss, der nur äußerst selten Gnade empfiehlt, begründete seine Ansicht mit der Tatsache, dass der 34-jährige Thompson bei dem ihm zur Last gelegten tödlichen Raubüberfall nicht der Schütze war. Sein Komplize allerdings hat "nur" eine lebenslange Haftstrafe erhalten, weil man ihm den Vorsatz der Tötung nicht nachweisen konnte. Dreimal hat Perry, der über 200 Hinrichtungsbefehle unterzeichnet hat, von dem Ausschuss eine Gnadenempfehlung erhalten und sich zweimal darüber hinweggesetzt. Der einzige Fall, in dem er der Empfehlung gefolgt ist, war vor zwei Jahren der Fall von Kenneth Foster, in dem es ebenfalls um Komplizenhaftung ging.
20.11.2009
Iran: Drei Männer wegen Vergewaltigung hingerichtet
Medienberichten vom gestrigen Donnerstag zufolge sollen im Iran drei Männer gehängt worden sein, weil sie einen 17-jährigen Jungen aus Isfahan entführt und dann vergewaltigt haben sollen. Der Junge habe sich daraufhin das Leben genommen. Weder die Namen der Exekutierten noch das Datum ihrer Hinrichtung ist bekannt. Nach Zählung der Nachrichtenagentur AFP beträgt die Anzahl der vollstreckten Todesurteile mindestens 258 im laufenden Jahr.
19.11.2009
Tansania: Umwandlung von 75 Todesurteilen
Der Präsident Tansanias erklärte anlässlich seines Besuchs in Rom, er habe kürzlich 75 Todesurteile in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. Die Mehrheit der Bevölkerung sei zwar für die Todesstrafe, sie sei jedoch ein zahnloser Tiger, weil von den 200 zum Tod Verurteilten seit langer Zeit niemand hingerichtet wurde.
19.11.2009
Australien will Abschaffung der Todesstrafe für die Ewigkeit
Australien hat die Todesstrafe in sämtlichen Instanzen abgeschafft und es liegt auch kein Antrag auf Wiedereinführung vor. Am Donnerstag legte der Justizminister Australiens dem Parlament einen Gesetzentwurf vor, der es Australien darüber hinaus für immer unmöglich machen würde, die Todesstrafe jemals wieder einzuführen. Diese Haltung würde auch ein internationales Zeichen setzen hinsichtlich der Einstellung Australiens bezüglich der Todesstrafe und die Bemühungen um eine weltweite Abschaffung unterstützen.
19.11.2009
Ein saudischer Staatsbürger wurde Medienberichten zufolge am Donnerstag enthauptet. Mourif al-Ribai hatte das Todesurteil für die Ermordung seiner Schwester erhalten. Weitere Details sind nicht bekannt.
19.11.2009
Russland: Moratorium bleibt bestehen
Das Verfassungsgericht in St. Petersburg hat heute entschieden, dass es auch in Zukunft keine Hinrichtungen in Russland geben wird. Die Anwendung der Todesstrafe sei auch künftig "ausgeschlossen", sagte der Gerichtspräsident. Als Grund nannte er internationale Abkommen gegen die Todesstrafe, an die Russland gebunden sei. Die Abstimmung war nötig geworden, weil das in Russland seit 1999 geltende Moratorium im Januar 2010 ausläuft.
Weitere Informationen:
Council of Europe welcomes Russia's extension of death penalty ban
18.11.2009
Somalia: Frau wegen Ehebruchs gesteinigt
Eine 20-jährige Frau ist in Somalia von Islamisten öffentlich vor 200 Zuschauern gesteinigt worden, weil sie eine Affäre mit einem 29-jährigen unverheirateten Mann gehabt haben soll. Der Freund erhielt 100 Peitschenhiebe. Schon früher in diesem Monat soll ein Mann ebenfalls wegen Ehebruchs gesteinigt worden sein. Seine schwangere Freundin hat einen Aufschub erhalten bis nach der Geburt. Außerdem sollen letzten Monat zwei Männer wegen Spionage gesteinigt worden sein.
Danielle Simpson18.11.2009
Texas: Danielle Simpson hingerichtet
Am Mittwochabend wurde in Huntsville im US-Bundesstaat Texas der 30-jährige Danielle Simpson mit einer tödlichen Injektion hingerichtet. Simpson hatte das Todesurteil für die Ermordung einer 84-jährigen Frau erhalten. Zusammen mit seiner Frau, seinem damals 15-jährigen Bruder und einem 13-jährigen Cousin hatte Simpson die Dame beraubt, entführt und an einen Betonblock gebunden in einem Fluss ertränkt. Simpson hatte seine Berufungen aufgegeben, seine Meinung jedoch in den letzten Wochen wieder geändert. Die Bemühungen seiner Anwälte, sein Leben zu retten, waren jedoch vergeblich.
Larry Bill Elliott18.11.2009
Virginia: Larry Bill Elliott auf elektrischem Stuhl hingerichtet
Am späten Dienstagabend wurde in Virginia das Todesurteil an dem 60-jährigen Larry Bill Elliott vollstreckt. Elliott hat statt der heute allgemein üblichen tödlichen Injektion den elektrischen Stuhl als Hinrichtungsmethode gewählt. Das Todesurteil hatte er für die angebliche Ermordung eines Liebespaares im Jahr 2001 erhalten. In einem von seinen Anwälten verlesenen Statement Elliotts beteuerte dieser letztmalig seine Unschuld. Es war die erste Exekution auf dem elektrischen Stuhl in den USA seit über einem Jahr.
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17.11.2009
Iran: Drei Exekutionen wegen Drogendelikten
Am Dienstagmorgen wurden laut Medienberichten im Gefängnis von Isfahan zwei Männer und eine Frau gehängt. Vahid Sh. (35), Rasoul T. und Begam P. waren wegen Drogenschmuggels (Crack) zum Tod verurteilt. In den letzten zwei Wochen sollen mindestens 12 Todesurteile im Iran vollstreckt worden sein.
Gerald Eldridge17.11.2009
Texas: Aufschub für Gerald Eldridge
Weniger als zwei Stunden vor seiner geplanten Hinrichtung hat Gerald Eldridge einen 90-tägigen Aufschub erhalten. Der 45-Jährige ist für die Ermordung seiner Ex-Freundin und deren Tochter vor 17 Jahren zum Tod verurteilt worden. Während die Staatsanwaltschaft davon ausgeht, dass Eldridge Geisteskrankheit nur vortäusche, um der Hinrichtung zu entgehen, hat ein Richter entsprechenden Anträgen seiner Anwälte stattgegeben und eine Anhörung verfügt. Eldridge erreichte die Nachricht erst, nachdem er bereits in einer Zelle neben der Exekutionskammer untergebracht war und den größten Teil seiner letzten Mahlzeit gegessen hatte.
17.11.2009
Iran: Fünf Todesurteile nach Unruhen
89 Gerichtsverfahren sollen nach den blutigen Unruhen um die Präsidentenwahl im Juni nun abgeschlossen sein. In 81 Fällen wurden Gefängnisstrafen zwischen sechs Monaten und 15 Jahren verhängt, drei Verfahren endeten mit Freispruch, fünf Oppositionelle wurden zum Tod verurteilt, so Medienberichte.
16.11.2009
Am vergangenen Sonntag soll im Norden Irans ein Vergewaltiger öffentlich gehängt worden sein. Nur die Intialen A.B. des 24-Jährigen sind bekannt. Am Tag zuvor sollen im Westen Irans zwei junge Männer namens Habib und Mohammad wegen Vergewaltigung und Mordes eines 9-jährigen Mädchens im Gefängnis von Hamedan gehängt worden sein. Nach Zählung der Nachrichtenagentur AFP sind dieses Jahr bereits mindestens 251 Menschen hingerichtet worden.
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13.11.2009
Ohio plant neue Hinrichtungsmethode
Nach der missglückten und abgebrochenen Hinrichtung von Romell Broom Mitte September plant Ohio nun einen neuen Weg der Exekution. Statt des bisherigen aus drei Chemikalien bestehenden Cocktails soll die lethale Injektion nur noch mit einem überdosierten Narkosemittel erfolgen. Im Falle, dass - wie bei Romell Broom - die Injektionsnadeln nicht in die Venen eingeführt werden können, soll es zur Absicherung zwei weitere Injektionen geben, die in intramuskulär verabreicht werden. Kenneth Biros soll am 8. Dezember als erster mit der neuen Methode hingerichtet werden.
13.11.2009
Kirgisien: Diskussion um die Todesstrafe
Eine Reihe von Abgeordneten der Regierung Kirgisiens hat sich für die Wiedereinführung der Todesstrafe ausgesprochen. Abgesehen von der Verringerung von Schwerverbrechen durch Abschreckung sollen dadurch vor allem Kosten gespart werden. Denn die knapp 200 zu lebenslanger Haftstrafe verurteilten Verbrecher in Kirgisien kosten den Staat 20.000 Euro im Jahr. (Das sind etwa 28 Cent pro Gefangener und Tag...) Dieses Geld möchten einige Abgeordnete anlässlich der Krise nun einsparen.
12.11.2009
USA: Amokläufer von Fort Hood droht die Todesstrafe
Der Amokläufer, der vor einer Woche auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas 13 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt hat, soll wegen 13-fachen vorsätzlichen Mordes angeklagt werden. Damit droht dem 39-jährigen Militärpsychiater und Major Nidal Malik Hasan die Todesstrafe.
Weitere (deutschsprachige) Informationen:
Anklage in Fort Hood: Amokläufer droht Todesstrafe wegen Mordes
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Yosvanis Valle11.11.2009
Texas: Yosvanis Valle hingerichtet
Am Dienstagabend wurde im texanischen Huntsville der 34-jährige gebürtige Kubaner Yosvanis Valle mit der Giftspritze hingerichtet. Er war zum Tod verurteilt für den Raubmord an einem Drogendealer vor 10 Jahren. Valle hatte den Mord immer geleugnet, bat vor seiner Exekution jedoch um Verzeihung: "Ich gebe niemandem die Schuld, ich gebe nur mir selbst die Schuld. Es tut mir von ganzem Herzen Leid. Das ist die Realität des Lebens. Ich habe dafür zu bezahlen." Es war die 21. Hinrichtung in Texas im laufenden Jahr. Für die kommende Woche sind drei weitere Exekutionen geplant.
11.11.2009
Iran: Hinrichtung eines politischen Gefangenen
Am frühen Mittwochmorgen wurde Nachrichtenberichten zufolge im Gefängnis von Sanandadj der 28-jährige Ehsan Fattahian hingerichtet. Nachdem Fattahian in erster Instanz zu 10 Jahren Haft wegen "Handlungen gegen die nationale Sicherheit" verurteilt worden war, wurde das Urteil in einer Berufungsinstanz revidiert und in ein Todesurteil umgewandelt. Grund dafür sollen "Kampf gegen Gott", "Abfall vom Islam" und angeblicher "bewaffneter Kampf" gewesen sein. Internationale Proteste gegen das Todesurteil blieben erfolglos.
Weitere (deutschsprachige) Informationen:
Bewohner von Sanandaj protestieren gegen Todesstrafen von politischen Gefangenen
John Allen Muhammad11.11.2009
Virginia: Washington-Sniper hingerichtet
Der als Heckenschütze von Washington bekannte John Allen Muhammad ist am Dienstagabend in Virginia mit einer tödlichen Injektion hingerichtet worden. Der 48-Jährige zeigte keine Emotionen und verzichtete auf ein letztes Statement. Muhammad hatte im Herbst 2002 zusammen mit seinem damals 17-jährigen Komplizen Lee Boyd Malvo über den Zeitraum von drei Wochen willkürlich Menschen an Supermarkt-Parkplätzen oder Tankstellen aus dem Hinterhalt erschossen. Zehn Menschen starben, sechs weitere wurden verletzt. Die Täter hatten die ganze Region in Angst und Schrecken versetzt, bis sie verhaftet werden konnten. Muhammads Anwalt erklärte, sein Mandant sei psychisch schwer gestört. Er war Golfkriegs-Veteran und kam nach Aussage seiner Ex-Frau völlig verändert, verwirrt und deprimiert aus dem Krieg zurück. Malvo verbüßt aufgrund seines Alters zur Zeit der Tat eine lebenslange Haftstrafe.
Weitere (deutschsprachige) Informationen:
Hinrichtung in den USA geplant: Im Angesicht des Todes
Hinrichtung: Sniper mit Giftspritze exekutiert
Hinrichtung in Virginia: Letzter Vorhang für den "Washington Sniper"
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10.11.2009
Saudi-Arabien: Zwei Mörder enthauptet
In Saudi-Arabien wurden am Dienstag zwei Männer enthauptet, die wegen Mordes zum Tod verurteilt waren. Khalid al-Harthy wurde für schuldig befunden, einen Mann nach einem Streit erschossen zu haben. Fayez al-Subaie hatte in einem davon unabhängigen Fall einen Mann erschossen. Die Hinrichtung der beiden Saudis erhöht die Summe der in diesem erfolgten Exekutionen auf 62, so die Nachrichtenagentur AFP - im Jahr 2008 wurden über 100 Todesurteile vollstreckt.
09.11.2009
Russland: Verfassungsgericht berät über die Todesstrafe
Das Verfassungsgericht Russlands hat sich am Montag mit einer möglichen Wiedereinführung der Todesstrafe befasst. Vertreter des Präsidenten, der Regierung Putin und der Duma sprachen sich für eine Beibehaltung des Moratoriums und gegen die Todesstrafe aus. Mit einer Entscheidung des Gerichts wird bis Jahresende gerechnet.
Weitere (deutschsprachige) Informationen:
09.11.2009
China: Erste Hinrichtungen nach Uiguren-Prozessen
In China sind neun Todesurteile an acht Uiguren und einem Han-Chinesen vollstreckt worden, die wegen Mordes und weiterer Verbrechen im Rahmen der Unruhen im Juli verurteilt worden waren. Die blutigen Auseinandersetzungen vor vier Monaten hatten rund 200 Todesopfer gefordert. Von Exil-Uiguren wird Kritik an der Fairness der Prozesse geübt.
Weitere (deutschsprachige) Informationen:
USA mahnt China nach Hinrichtungen zu fairen und transparenten Prozessen
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07.11.2009
Iran: Vier Hinrichtungen wegen Drogenschmuggels
Im Iran sollen am Samstag im Gefängnis von Kerman im Südosten Irans vier Männer gehängt worden sein. Die Männer wurden identifiziert als Morteza Y., Akbar J., Mehdi B. und Alireza S. - ihr Alter ist unbekannt. Die Todesurteile waren für Drogenschmuggel verhängt worden.
07.11.2009
China: Peking für Giftspritze gerüstet
Peking will ab dem kommenden Jahr statt Erschießungskommandos die Hinrichtungsmethode der tödlichen Injektion nutzen und hat dazu eine Art Medizinstation fertiggestellt. In einigen Provinzen Chinas nutzt man bereits 70.000 Euro teure Hinrichtungsmobile zur Vollstreckung von Todesurteilen durch die Giftspritze. Bislang erfolgen die meisten Exekutionen allerdings noch per Erschießungskommando. Genaue Zahlen sind nicht bekannt, da China dies als Staatsgeheimnis behandelt.
Khristian Oliver05.11.2009
Texas: Khristian Oliver hingerichtet
In Huntsville, Texas, wurde am Donnerstag der 32-jährige Khristian Oliver mit einer tödlichen Injektion hingerichtet. Oliver hatte das Todesurteil für den 1998 verübten Raubmord an einem 64-jährigen Mann erhalten. Der Fall hatte besonderes Aufsehen erregt, weil die Geschworenen zur Urteilsfindung hinsichtlich des Strafmaßes die Bibel zu Rate gezogen haben sollen. Oliver hatte ein Gewehr benutzt und sein Opfer damit geschlagen und erschossen. Olivers Anwälten zufolge sollen die Geschworenen ohne Wissen des Richters Bibeln mit in den Verhandlungsraum genommen und das 35. Kapitel des Buches Numeri aus dem Alten Testament auf den Fall angewandt haben. Dort heißt es: "Wenn er ihn aber mit einem eisernen Gerät geschlagen hat, so dass er gestorben ist, dann ist er ein Mörder; der Mörder soll unbedingt getötet werden."
04.11.2009
Saudi-Arabien: Enthauptung einer Frau
In Jeddah am Roten Meer wurden am Mittwoch eine Frau und ein Mann aus Sri Lanka sowie ein Inder enthauptet. Die drei Delinquenten waren wegen Raubmordes zum Tod verurteilt worden. Damit steigt die Zahl der diesjährigen Exekutionen in Saudi-Arabien auf mindestens 59. Im Jahr 2008 hat es über 100 Hinrichtungen gegeben.
03.11.2009
Irak: Erste öffentliche Hinrichtungen seit Saddam-Sturz angekündigt
Zum ersten Mal seit dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein im April 2003 soll am Freitag im Irak eine öffentliche Hinrichtung stattfinden. Gleich vier Todeskandidaten erwartet der Strick, und eine Frau die Kugel. Zur Höchststrafe wurden fünf Mitglieder einer Familie verurteilt, die einen neun Jahre alten Jungen getötet hatten.
03.11.2009
Saudi soll enthauptet und gekreuzigt werden
In Saudi-Arabien soll ein junger Mann wegen sexuellen Missbrauchs mehrerer Kinder enthauptet und die kopflose Leiche anschließend zur Abschreckung öffentlich gekreuzigt werden. So jedenfalls entschied ein Berufungsgericht im vorliegenden Fall. Diese bereits im Koran erwähnten Hinrichtungsmethoden werden von Menschenrechtsorganisationen scharf verurteilt.
03.11.2009
Tansania: Todesstrafe für Albino-Mord
Über 50 Albinos sind in den vergangenen zwei Jahren in Tansania ermordet worden, weil Medizinmänner behaupten, man könne aus Körperteilen dieser Menschen Zaubertränke herstellen. Rund 200.000 Albinos, denen die Pigmente in Haut, Haaren und Augen fehlen, leben in dem ostafrikanischen Land. Nun sind erneut vier Männer für die Ermordung eines Albinos zum Tod verurteilt worden, nachdem bereits im September drei Todesurteile in einem anderen Albino-Fall verhängt wurden. Tansania hat seit 1995 kein Todesurteil mehr vollstreckt.
03.11.2009
Iran: Hinrichtung eines Sunniten
In Zahedan im Süden Irans wurde ein Mitglied einer sunnitischen Rebellengruppe erhängt. Abdolhamid Rigi war wegen einer Reihe von Vergehen zum Tod verurteilt worden, darunter Anstachelung zum Kampf gegen Gott.
02.11.2009
Japanerin droht die Todesstrafe in Malaysia
Eine Japanerin wurde in Malaysia unter dem Verdacht auf Drogenschmuggel verhaftet. In einem Geheimfach ihres Koffers wurden fast fünf Kilogramm Amphetamin gefunden. Der Frau droht nun die Todesstrafe.
02.11.2009
Irak: Aussetzung oder Progression von Hinrichtungen vor der Wahl?
Während der Parlamentssprecher eine Aussetzung der Hinrichtungen bis nach der Wahl Mitte Januar fordert, damit die politischen Parteien die Todesstrafe nicht für den Wahlkampf missbrauchen können, hat der Premierminister Iraks erklärt, er wolle mehr als 1000 Gefangene hingerichtet sehen vor den kommenden Wahlen. Premier Maliki stellt sich für eine zweite Amtsperiode zur Wahl.
Weitere Informationen:
Nachrichten des Vormonats finden Sie im Archiv: Oktober 2009
Todesstrafe-Nachrichten

