Mark Brown04.02.2010
Im US-Bundesstaat Ohio wurde am Donnerstagvormittag der 37-jährige Mark Brown mit einer tödlichen Injektion hingerichtet. Es war die dritte Exekution in Ohio, die mit nur einer einzigen Chemikalie durchgeführt wurde. Brown war zum Tod verurteilt worden für die 1994 verübte Ermordung eines Ladensbesitzers und dessen Angestellten. Zusammen mit einem Freund hatte er mit Valium vermischten Wein getrunken und Marihuana geraucht. Nachdem sie einen Film angeschaut hatten, in dem zwei asiatische Angestellte eines Lebensmittelladens erschossen werden, soll Brown die Szene habe real erleben wollen. Browns Pflichtverteidiger erklärten, ihr Mandant sei unschuldig hinsichtlich dessen, was man ihm vorgeworfen habe. Der Fall sei durchsetzt von falschen und widerrufenen Aussagen und unterdrückten Beweismitteln.
01.02.2010
Taiwan: Justizministerin für Abschaffung der Todesstrafe
Die Justizministerin Taiwans setzt sich für die Abschaffung der Todesstrafe in Taiwan ein. Es sei durch internationale Daten belegt, dass die Höhe der Verbrechensrate nicht mit der Todesstrafe in Zusammenhang stünde. Allerdings will die Justizministerin die Abschaffung der Todesstrafe erst durchsetzen, wenn die öffentliche Meinung dieses Vorhaben mehrheitlich unterstützt. Zur Zeit ist die Mehrheit der Bevölkerung noch gegen den Verzicht auf die Todesstrafe. 44 zum Tod Verurteilte befinden sich in den Gefängnissen Taiwans.
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30.01.2010
Iran: Zwei Vergewaltiger hingerichtet
Im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran sollen am Samstag zwei Männer wegen Vergewaltigung gehängt worden sein. Die nur mit ihren Vornamen bekannten Täter namens Masoud und Mohammad wurden für schuldig befunden, im November in ein Haus eingebrochen zu sein und eine Frau vor den Augen ihres Ehemannes und ihres Kindes vergewaltigt zu haben. Mindestens 14 Todesurteile wurden damit im Iran in diesem Jahr bereits vollstreckt. Für 2009 zählte die Nachrichtenagentur AFP mindestens 270 Exekutionen.
28.01.2010
Fünf Hinrichtungen in Bangladesh
In Bangladesh wurden am Donnerstag fünf Männer hingerichtet, die verurteilt waren, 1975 den damaligen Präsidenten Sheikh Mujibur Rahman getötet zu haben. Damit endete ein 30-jähriger Kampf um Gerechtigkeit für Sheikh Hasina, die Tochter des Opfers, die heute Premierministerin des Landes ist und ihre Zufriedenheit über die Exekution äußerte. Die fünf Verurteilten wurden von Mitgefangenen gehängt, die für diese Aufgabe ein spezielles Training erhalten hatten.
22.01.2010
Nord-Korea: Drei Hinrichtungen wegen Landesflucht
Nach Angaben der italienischen Menschenrechtsorganisation Hands Off Cain wurden in Nord-Korea drei Menschen wegen des Versuchs der Landesflucht hingerichtet und drei weitere in Gefangenen-Lager gebracht. Bei den Exekutierten handelt es sich um Jeong Dae Sung (35), seine Frau Lee Ok Geum (32) und einen Freund der Familie, Song Gwang Cheol. Jeong war vergangenen Juli mit seiner Mutter, seiner Frau und seinen beiden kleinen Töchtern aus Nord-Korea geflohen. Über China und die Mongolei wollten sie Süd-Korea erreichen, wurden jedoch in China von der Polizei aufgegriffen und zurück nach Nord-Korea überstellt.
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